Ombre e lumi. Schattenwurf und Lichthaltigkeit als Kriterien der frühneuzeitlichen Kunsttheorie
Mittwoch, 07.05.2025, 18:15 Uhr

Veranstaltende: | Collegium generale |
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Redner, Rednerin: | Prof. Dr. Iris Wenderholm, Kunstgeschichtliches Seminar, Universität Hamburg |
Datum: | 07.05.2025 |
Uhrzeit: | 18:15 - 19:45 Uhr |
Ort: |
Auditorium maximum, Raum 110 Hauptgebäude Hochschulstrasse 4 3012 Bern |
Anmeldung: | Keine Anmeldung erforderlich |
Merkmale: |
Öffentlich kostenlos |
Abstract
Licht und Schatten werden von Beginn an als Grundbedingungen von Kunst definiert. Die Entstehung des ersten Porträts, gleichzeitig der legendäre Beginn der Kunst überhaupt, setzt mit einem Schattenwurf ein: Mithilfe einer Lichtquelle soll die Tochter des antiken Bildhauers Butades das Profil ihres scheidenden Geliebten auf die Wand gebracht, nachgezeichnet und damit festgehalten haben. In ihrer Wechselwirkung und gegenseitigen Bedingtheit bringen Licht und Schatten die Gegenstände zur Erscheinung und verleihen ihnen Körperhaftigkeit. In der Kunst sind dabei die physikalischen Eigenschaften von Licht und Schatten als der Abwesenheit von Licht in erster Linie in ihren Effekten darstellbar: Blendung und Schattenwurf werden mithilfe des Einsatzes von Schwarz, Weiß und den jeweiligen Abtönungen erzielt. Anhand einiger Text- und Bildzeugnisse werden wichtige Positionen des Verhältnisses von Licht und Schatten in der frühneuzeitlichen Kunst- und Ideengeschichte dargelegt.